„Franken-Tatort“ ermittelt an der BBS
Im Frühjahr wurde an der Bertolt-Brecht-Schule nicht nur gelernt, sondern auch ermittelt. Statt Pausengong und Arbeitsblatt lautete die Ansage plötzlich: „Ruhe bitte – und Action!“
Mit rund 50 Personen, Kameras, Stativen und Kabelrollen rückte das Team des „Franken-Tatorts“ an und verwandelte die Schule für zwei Tage in ein Filmset. Gedreht wurden mehrere Szenen für die bekannte ARD-Krimireihe; stilecht mit Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften als Komparsinnen und Komparsen.
Wer sonst vor der Tafel steht, geriet nun ins Scheinwerferlicht. Wer normalerweise in der letzten Reihe sitzt, stand plötzlich mitten im Bild. Offiziell waren es Dreharbeiten. Inoffiziell vermutlich die spannendste Form der Unterrichtsbefreiung seit Erfindung des Klassenbuchs.
Dass die von der WBG KOMMUNAL gebaute und bewirtschaftete Schule ein beeindruckender Komplex ist, ist in der Stadt längst bekannt. Nun ist es auch filmisch bestätigt: Das Team zeigte sich hör- und sichtbar beeindruckt von Fluren, Aula und Klassenzimmern. Offenbar beste Voraussetzungen für dramatische Wendungen, verdächtig gute Einstellungen und atmosphärische Gänge, in denen sich hervorragend ermitteln und verfolgen lässt.
Was genau im Drehbuch stand, bleibt jedoch unter Verschluss. Mehr dürfen wir nicht verraten, sonst gerät womöglich noch die TV-Premiere in Gefahr. Sicher ist nur: Die Folge soll 2027 ausgestrahlt werden. Bis dahin darf weiter spekuliert werden: Wer war Opfer, wer war Mörder? Und erkennt man im Fernsehen überhaupt noch, dass sich hinter dem „Tatort“-Set eigentlich der ganz normale Schulalltag der BBS verbirgt?









